www.wisthaler.com - Harald Wisthaler

Innichen, 16. Dezember 2019 – Bevor die besten Skicrosser der Welt nach Südtirol übersiedeln, steht am Dienstag noch ein Abendrennen im schweizerischen Arosa auf dem Programm. In Innichen, wo der Weltcup dann am Wochenende bereits zum elften Mal gastieren wird, ist schon alles bereit für den großen Showdown. Auf der Haunold-Piste in der Dolomitenregion 3 Zinnen werden am Freitag, 20. Dezember die Qualifikation, sowie am Samstag, 21. und Sonntag, 22. Dezember die insgesamt vier Wettkämpfe ausgetragen. Gleichzeitig werden am Ende des renommierten Sportevents die Gesamtsieger der Cross Alps Tour gekürt.

Die ersten vier Weltcup-Etappen der Skicrosser in Val Thorens (Frankreich), Montafon (Österreich), Arosa (Schweiz) und Innichen (Italien/Südtirol) bilden nämlich die Cross Alps Tour. Dabei handelt es sich um eine eigene Wertung, die der Vierschanzen-Tournee im Skispringen nachempfunden ist und deren Gesamtsieger im Anschluss an die Wettkämpfe am Haunold prämiert werden. Nach den ersten beiden Etappen und somit bei Halbzeit haben die Schwedin Sandra Naeslund und Kristofor Mahler die Nase vorne, die in Montafon hinter den beiden Tagessiegern Marielle Thompson (Kanada) und Ryan Regez (Schweiz) jeweils den zweiten Platz belegt hatten.

Auf dem Pusterer Schnee erwarten sich alle heimischen Fans nicht nur starke Fahrten der aktuellen Leader, sondern auch des Südtiroler Lokalmatadoren Siegmar Klotz. Der 32-Jährige aus Pawigl bei Lana hat sich nach überstandener Hüftverletzung in Val Thorens als einziger „Azzurro“ fürs Achtelfinale qualifizieren können und zog in Montafon bereits ins Viertelfinale ein. Neben Klotz werden in Innichen aller Voraussicht nach auch dessen Teamkollegen Simone Deromedis, Yanick Gunsch, Andrea Tonon, Bryan Zooler und Edoardo Zorzi, sowie Lucrezia Fantelli bei den Frauen im Einsatz sein. Sie erwartet in der Dolomitenregion 3 Zinnen eine bereits bestens präparierte Piste. Derzeit wird auf der 1100 Meter langen und 20 Meter breiten Rennstrecke an letzten Details gefeilt, für deren Verwirklichung in den vergangenen Tagen von vielen fleißigen Arbeitern und Shapern 35.000 Kubikmeter Schnee verbaut wurden.

Innichen ist eine Rennpiste zum Überholen

Sulzenbacher_Kurt_WC_Skicross_Innichen_16_12_2019„Die Strecke ist sehr anspruchsvoll, aber unser Augenmerk liegt natürlich auch auf der Sicherheit der Athletinnen und Athleten. Zudem möchten wir den vier Rennläufern, die während eines Runs gleichzeitig im Einsatz sind, exakt gleiche Verhältnisse bieten“, erklärt Renndirektor Kurt Sulzenbacher. Sein Pistenbauer-Team hat in den vergangenen Tagen jedenfalls hervorragende Arbeit geleistet. „Bereits im Rohzustand wurde eine kompakte Piste vorbereitet, die Shaper haben dann beim Bau der Wellen und Sprünge das Ihre zu einer optimalen Rennstrecke beigetragen. Auch die Wetterbedingungen haben uns in dieser Hinsicht sehr unterstützt mit Tiefstwerten bis zu -11/-12 Grad Celsius. Wir dürfen uns auf ein richtiges Spektakel freuen“, so Sulzenbacher.

Emotionen liefern aber nicht nur die packenden Rennen auf der Piste. Auch das Rahmenprogramm hat einiges zu bieten. So haben alle Skicross-Fans etwa am Freitag und Samstag jeweils ab 18 Uhr die Möglichkeit, die Stars hautnah im Ortszentrum von Innichen zu erleben. Werden am Freitag auf dem Weihnachtsmarkt in Innichen die Startnummern für die Rennen am Samstag ausgelost, so werden am Samstagabend zuerst die Tagessieger geehrt und schließlich die Startnummern für den Sonntag ausgelost.

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